
Kiefernwald bedeckt den Hügel von Pinješ, und das Erste, was den meisten Gästen auffällt, ist die Luft — harzig, etwas kühler als unten am Meer und frei vom Verkehrslärm, der sich an der Küstenstraße staut. Ein ruhiges Wohnviertel aus Villen und Gärten am Hang über dem Wasser, mit Meerblick über die Baumwipfel und zehn Minuten Fußweg hinunter zum nächsten Strand. Das milde, trockene Klima und die Kiefernbestände haben Ulcinj seit Langem den Ruf eingebracht, ein Ort zu sein, an dem sich leicht atmen lässt — und dieser Hang ist der Grund dafür.
Der Weg hinunter endet am Hafen, an Mala plaža und an den Gassen, die in die befestigte Altstadt hinaufführen: zweitausend Jahre Mauerwerk über dem Meer, mit Aussichtspunkten, die nach Süden über den Sand blicken. Nördlich führt die Küstenstraße nach Valdanos, einer geschützten Bucht inmitten eines der größten alten Olivenhaine der Adria, und weiter zu den kleinen Kiesstränden von Kruče und Utjeha. Im Süden beginnt Velika plaža wenige Kilometer außerhalb der Stadt — zwölf Kilometer dunkler Sand, dahinter die Salinenlagunen mit ihren Flamingos, am äußersten Ende der Fluss Bojana und Ada Bojana. Frühling und Oktober sind hier warm, grün und fast menschenleer.
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