
Der Abschnitt der Hafiz Ali Ulqinaku liegt im belebtesten Viertel von Ulcinj, dort, wo sich die Stadt zum Meer hin verengt und fast alles Nötige zu Fuß erreichbar ist. Zweihundert Meter bergab liegt Mala plaža, die Sichel aus dunklem Sand unterhalb der Altstadt-Landzunge; das Wasser fällt sanft ab, und die Bucht bleibt geschützt, selbst wenn es an der offenen Küste kabbelig wird. Am Ufer geht ein Café ins nächste über, und am frühen Abend wird die ganze Zeile zu einem gemächlichen Zug heimkehrender Familien und Badegäste. In den Straßen dahinter reihen sich Bäckereien, Obststände und kleine Lebensmittelläden — Einkaufen dauert Minuten statt einer Autofahrt.
Über dem Strand zieht sich die befestigte Altstadt den Felsen hinauf, ihre Gassen münden auf Terrassen mit freiem Blick die Küste entlang — der Aufstieg lohnt sich eine Stunde vor Sonnenuntergang. Die Fischlokale sind eher südlich als venezianisch geprägt: gegrillter Wolfsbarsch mit Paprika, Ajvar und kräftigem Olivenöl aus Hainen, die sich kilometerweit ins Landesinnere ziehen. Südöstlich, hinter dem Kanal Port Milena mit seinen Fischerhütten auf Stelzen, beginnt Velika plaža ihren langen Sandbogen Richtung Bojana. Vom Zentrum fahren Busse und Taxis zu den dortigen Strandbars und an ruhigeren Tagen nach Valdanos und Ada Bojana.
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