
Essen ist an diesem Küstenabschnitt eine ernste Angelegenheit, und die Dichte guter Küchen rund um Sveti Stefan hat mehr mit alten Gewohnheiten der Paštrovići zu tun als mit dem Resort. Fisch wird im Ganzen gekauft und nach Kilo berechnet, schlicht gegrillt mit Mangold, Kartoffeln und Olivenöl; Buzara und schwarzes Risotto stehen auf fast jeder Karte; und Lamm oder Kalb unter der Peka muss man Stunden im Voraus bestellen. Die nächsten Tische am Wasser stehen unten in der Fischerbucht von Pržno, wo die Lokale so nah am Meer liegen, dass sie zum Hafen zu gehören scheinen.
Zwischen den Mahlzeiten taugt das Dorf eher als Standquartier denn als Ziel. Die Strände neben dem Damm liegen einen kurzen Weg unterhalb, der Pfad durch den Park von Miločer führt zwischen Kiefern zum Strand der Königin, und die Hügel dahinter steigen über Oliventerrassen zum Kloster Praskvica und zu Aussichtspunkten über die ganze Riviera. Budva, acht Kilometer nördlich, liefert Markt, Altstadt und Nachtleben; Petrovac und seine ruhigeren Buchten liegen ebenso weit südlich. Der einheimische Rotwein heißt Vranac, der Weiße Krstač – nach beiden fragt man am besten mit Namen.
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